Kolping Spendenaktion: überwältigende Hilfsbereitschaft

Czernowitz/Ukraine. Die Reaktion auf den Spendenaufruf für Stromaggregate für die Ukraine war überwältigend. Eine erste Lieferung mit 71 Stromgeräten ist bereits am 20. Februar 2026 in Czernowitz eingegangen. Eine zweite Lieferung von 144 weiteren Geräten sowie Mehl, Powerbanks und Medikamenten ist auf dem Weg. „Die Spendenbereitschaft ist überwältigend“, zeigte sich Robert Hitzelberger, ehrenamtlicher Kolping-Diözesanvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger, bewegt. Rund 50.000 Euro von 190 Einzel­spendenden sind eingegangen. Auch das Bistum Augsburg hat sich mit dem „Bischöflichen Fonds Eine Welt“ durch einen Zuschuss von 11.000 Euro an der Aktion beteiligt. Vielen Dank für dieses großzügige Engagement!

215 Stromgeneratoren – 50.000 Euro an Spendengeldern

„Als der Hilferuf von Vasyl Savka am 26. Januar 2026 bei uns eintraf, war uns sofort klar: da müssen wir helfen“, erzählt Heinz Schaaf, Kolping-Bezirksvorsitzender für den Landkreis- und die Stadt Augsburg. Gemeinsam mit der Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger startete Schaaf einen Spendenaufruf. Rund 50.000 Euro von 190 Einzelspendenden sind in den vergangenen vier Wochen bei der Stiftung eingegangen.

Fast ein Drittel der Gelder kommt von Kolpingsfamilien und Kolping-Einrichtungen. Aber nicht nur Kolpingmitglieder und Kolping-Gliederungen haben das Bedürfnis zu helfen. Die höchste Einzelspende war bisher in Höhe von 5.000 Euro. Auch der „Bischöfliche Hilfsfonds Eine Welt“ des Bistums Augsburg hat einen Betrag von 11.000 Euro zugesagt. „Die vielen Spenden unserer Kolpingsfamilien und Einzelpersonen machen mich stolz und die Solidarität von Kolping über unsere Diözesangrenzen hinaus ist beeindruckend“, sagt Hitzelberger.

Logistische Herausforderung

Die Organi­sation der Trans­porte war für Heinz Schaaf eine besondere logistische Heraus­forderung: Beschaffung und Sammlung der Aggregate, Koordination aller Partner vor Ort, Transport und Zoll. Dabei konnte Schaaf auf das Kolping-Netzwerk bauen. Aus Bad Langensalza (Thüringen) mussten die zwei Paletten Mehl und die Powerbanks, beides eine Spende vom Kolping-Diözesanverband Erfurt, abgeholt und zum Verladen für den Weitertransport in die Ukraine nach Meitingen gebracht werden. In den letzten Tagen kamen bei ihm unter anderem Anfragen aus Würzburg, Passau, Regensburg, Hildesheim, Gelsenkirchen, Limburg und Bad Lippspringe (Westfalen) an. Sein ursprüngliches Ziel, 50 Stromaggregate in die Ukraine zu liefern, ist vierfach übertroffen worden. „Im Moment ist das mehr als ein Vollzeitjob im Ehrenamt. Aber es ist toll, wenn man sieht, was alles möglich ist“, sagt Schaaf stolz.

Erschöpfung durch den Krieg vor Ort spürbar

Beim Entladen und der Verteilung der ersten Lieferung der 71 Stromgeneratoren am 20. Februar konnte man vor Ort die Belastungen durch den Krieg sichtbar spüren. „Man findet kaum noch Helfer, etwa zum Ein- und Ausladen. Das liegt zum Teil daran, dass die Menschen erschöpft sind, aber auch daran, dass es hier kaum noch Männer gibt, die mit anpacken könnten. Die sind alle in der Armee. Ohne die Hilfe unserer Freunde von der Polizei und der Nationalgarde könnten wir das alles gar nicht mehr stemmen,“ so Vasyl Savka, Geschäftsführer von Kolping Ukraine, im Interview zum vierten Jahrestag (24. Februar) mit Kolping International.

Kolping Ukrainehilfe: nächster Transport bereits geplant

Heinz Schaaf denkt schon an den nächsten Transport. Über einen weiteren Kolping-Kontakt wurden ihm 10 Pflegebetten für die Ukraine angeboten. „Die werden wir voraussichtlich in München zwischenlagern; das wäre dann der Grundstock für die nächste Lieferung“, sagt er. Auch ein Angebot für weitere Stromaggregate, das er von einem anderen engagierten Kolpingmitglied bekommen hat, liegt schon vor. „Sobald genügend Spenden eingegangen sind, machen wir weiter“, sagt Schaaf.

Unermüdlicher Hilfseinsatz vor Ort

Seit Kriegsbeginn vor vier Jahren unterstützt Kolping die unter dem Krieg leidenden Menschen in der Ukraine vor Ort. „Dazu benötigt es viel Engagement und Arbeit. Ich möchte allen Spenderinnen und Spendern, aber besonders auch den ehrenamtlichen Organisatorinnen und Organisatoren und Helferinnen und Helfern aus dem Kolping-Bezirk Augsburg ganz herzlich Danke dafür sagen“, sagt Stiftungsvorsitzender Robert Hitzelberger. Er bekennt: „Es ist schön, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein!“

In Czernowitz bereitet Kolping täglich 550 Mahlzeiten für Binnengeflüchtete zu, hilft bei der Integration und bietet psychologische Betreuung für traumatisierte Kinder und Erwachsene. Hilfslieferungen für bedürftige Menschen werden in enger Vernetzung mit den Kolpingzentralen in Polen, in Rumänien, der Slowakei, Litauen und Deutschland organisiert.

Sie möchten weiter helfen?

Sie möchten den Hilfsbedürftigen in der Ukraine mit einer Spende helfen?
Gerne können Sie für die Stiftungsarbeit „Ukrainehilfe Kolping“ spenden. Jeder Euro zählt und kommt an!

Spendenkonto: Liga-Bank Augsburg
IBAN: DE64 7509 0300 0000 1477 70
BIC: GENODEF1M05

Über die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger

Hauptanliegen der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger ist es, Benachteiligten und Menschen ohne Perspektive „Hilfe zur Selbsthilfe“ für ein Leben aus eigener Kraft zu geben. Bei allen Projekten steht die langfristige Hilfe im Fokus: Starthilfe in unterschiedlichster Form für ein selbständiges und unabhängiges Leben. Seit 2003 erhält die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger jährlich das DZI-Spendensiegel, das einen geringen Verwaltungsaufwand bescheinigt sowie hohe Transparenz und Wirtschaftlichkeit.

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